Kurzinterpretation: Transformation von Beziehungsstrukturen in der Gesellschaft
Ich habe mich lange gefragt, wohin der neue Trend gehen könnte, wenn Pluto in den Steinbock wandert. Da ist er nun schon seit 2 Jahren, wenn man von der Zeit absieht, wo er rückläufig war und nochmals in den Schützen transitiert ist und wird noch bis Ende 2024 bleiben. Das Quadrat wird noch bis Sommer 2011 zu spüren sein.
Auf alle Fälle ist mit einem Wertewandel zu rechnen. Es geht jetzt um konkrete, fundierte Methoden, nicht nur um Wünschen und sich was positiv vorstellen, bzw. jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo die ganzen positiven Visionen konkret in die Realität manifestiert werden. Was hat denn nun die Kraft, wirklich Strukturen zu verändern?
Die Neuheiten auf dem Büchermarkt können Hinweise geben, was jetzt gelesen wird und in ein paar Jahren konkrete Realität sein wird.
Die hawaiische Ho´oponopono Methode wird häufig durch folgende Geschichte zitiert und jetzt gibt es einige Bücher und Filme darüber und ich bin überzeugt, dass sie ihre Anwendung in Gruppen, Familien, Gemeinschaften und auch Betrieben finden wird. Auch Betriebe, die sich trotz der hohen Arbeitslosigkeit keine hohen Fluktuationen mehr leisten können und wollen. Man wird auch dort auf Kontinuität setzten und diese Methode bei Motivationstrainings und Kriseninterventionen einsetzen:
Als der Psychologe Dr. Ihalekala Len in Hawaii eine ganze Anstalt voller geistesgestörter Krimineller mittels der Methode Ho´oponopono
heilte, ohne auch nur einen einzigen von ihnen gesehen zu haben, ging diese Methode um die Welt.
Auf die Frage, was er denn dann täte, sagte er: „Ich sprach zu diesem Teil in mir und sagte nur immer wieder ‚es tut mir leid‘ und ‚ich liebe dich’“. Auf die Frage, ob dies alles sei, entgegnete Dr. Len: „Ja, dies ist alles!“
Diese Methode überrascht nun mal durch die Einfachheit. Wenn sie auch funktioniert, wenn wir sie anwenden, gibt es eine große Veränderung im Weltbild. Dann ist das, was in esoterischen Kreisen und bei den Natives schon gelebt wird, das, was alle wissen werden. Wir sind alle mit einander verbunden. Die Konsequenz ist ein austariertes Weltbild, die individuellen Interessen des Einzelnen stehen im Gleichgewicht zu den Interessen der Gemeinschaft. Der Einzelne findet in sich die Work-Life-Balance, eine Ausgewogenheit von Geben und Nehmen, nicht nur im Jetzt, sondern auch über die Generationen übergreifend. Es wird sich ein fairer Interessenausgleich zwischen sich und seiner Familie, Betrieben, Kommunen, Staat und Bürger einpegeln. Arm und Reich-Gegensätze werden gemildert. Diese Ideen gab es schon ansatzweise in den Sozialtheorien z. B. vom Kommunismus, die sich allerdings schon überlebt haben.
Knapp zusammengefasst:
Der Kommunismus sieht den Menschen als Teil, der Kapitalismus sieht nur einen Teil des Menschen. Es wird um die Aufhebung dieser Dualität gehen, um ein System, das auch die Individualität des Einzelnen berücksichtigt. Die Soziale Marktwirtschaft versucht diese Idee zwar teilweise im Ansatz zu verwirklichen, aber nur teilweise, denn sonst hätte es keine Finanzkrise gegeben, wo sich Einzelne stark bereichern können, die Gesellschaft als Ganzes für die Folgen aufkommen muss.
Bewusstseinswandel und Bewusstseinserweiterung entstehen durch praktische Erfahrungen. Jede Gemeinschaft, die diese Prinzipien leben kann, wird Frieden und Harmonie ausstrahlen, auch Produktivität und Freude, an dem was getan werden muss. Gemeinschaften werden sich neu sortieren, d. h. es werden Mitglieder gehen und neue kommen.
Es wird Gruppierungen geben von Gleichgesinnten, die sich zu einem Projekt zusammenschließen, dieses verwirklichen und sich wieder trennen.
Die Lessingsche Idee vom Weltbürgertum aus der Zeit der Aufklärung erscheint greifbar nahe. Partnerschaften werden gleichberechtigt, keiner muss mehr dominieren, aber sie werden dadurch nicht immer haltbarer. Man wird in Liebe auseinander gehen und sich anderen Partnern zuwenden. Einsicht in die Notwendigkeit führt zu einem freiwilligen Verzicht auf Privilegien. Gesellschaftsverträge sortieren sich neu. Gesellschaftliche Utopien erscheinen greifbar nahe. Das Zusammenleben wird friedvoller.
Bis jetzt ist dies eine weitere Theorie und Utopie, die auch im kleinen Rahmen versucht werden kann. Bei der Erziehung gibt es das teilweise schon, ein Kind, das gelobt wird, wird sich verstärkt in diese Richtung bemühen. Das Prinzip der positiven Verstärkung. Das, was in der Psychologie der Behavourismus genannt wird. Das funktioniert nur, wenn es mit dem Herzen gefühlt wird. Wenn es aus dem Verstand heraus angewandt wird, spürt der andere, dass er manipuliert wird und verweigert sich. Wenn ich Mitgefühl mit dem anderen habe, durch die Frage, wie würde ich mich an der Stelle des anderen fühlen, verändert sich auch mein Verhalten, ich bin dann beispielsweise weniger fordernd und der andere weniger auf Abwehr aus und es können konstruktive Lösungen gefunden werden. Soweit ist alles einsichtig und nachvollziehbar. Das berührt auch das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation.
Das neue an der Ho´oponopono Methode, ist, dass sie auch funktioniert, ohne dass direkter Kontakt statt findet. Jetzt sind wir im Bereich der Fernheilung und Kommunikation über die Gedanken. Ich akzeptiere also, dass alles, was mir geschieht mit mir in irgendeiner Form zu tun hat.
Dann ist es mein Teil zu erkennen, was es mit mir macht. Diesen Beitrag liebevoll tun und loslassen. Wirklich loslassen heißt, keine Erwartungen haben, was jetzt geschieht. Und jetzt sind wir im Bereich ein Kurs in Wundern.
Jede Änderung des Verhaltens eines einzelnen hat Konsequenzen auf das ganze System. Wenn jeder Einzelne seinen Beitrag tut, ist es für das Ganze gut.
Es gehört die Einsicht und das Bewusstsein dazu, da man als Mensch ein Gemeinschaftswesen ist.
Absichtsloses Tun ist eigentlich ein Schenken, ohne Erwartungen, mit Wertschätzung, Achtsamkeit. Und jede Arbeit ist auch ein Dienst an der Gemeinschaft, sonst ist sie nutzlos, und die Gemeinschaft sorgt deshalb auch für den Einzelnen.
Diese Methode findet keine Zustimmung bei Machtmenschen, die Genuss daran empfinden, andere zu dominieren und anderen den eigenen Willen aufdrücken. Aber vielleicht lernen solche Menschen sich als Teil eines größeren Ganzen zu erfahren, wie sie von denen unterstützt werden, die sie vorher beherrschen wollten. Auch Einzelgänger und Machertypen tun sich damit schwer. Wie bei einem Palaver, wo alle gewürdigt und gehört werden, dauert das Ganze sehr lange. Die Frage ist: wo fühle ich mich ausgegrenzt, und wo grenze ich aus?
Nachdenklich stimmt diese wahre Geschichte des Bürgermeisters Fiorello LaGuardia von New York, der während der Gerichtsverhandlung eine Kollekte anstimmte, weil in seinem Bezirk, eine Frau für ihre Kinder Brot stehlen musste, die sie sonst nicht ernähren konnte. Sie wurde nicht für ihre Tat verurteilt, weil alle im Gerichtssaal, also die Gesetzgebung falsch gehandelt hat, weil es in diesem Bezirk so weit kommen konnte.
Im Management werden die Führungskräfte von Trainern gecoacht, die auch Qualifikationen in östlicher Philosophie haben. Die Lehre vom Zen zieht in die Führungsebenen ein. Persönlichkeitsentwicklung heißt das Zauberwort. Es wird mehr von den Führungskräften erwartet, eben ein menschlicher Maßstab, wer sich nur von egoistischer Profitgier leiten lässt, kann sich nicht lange im Sessel halten. Utopie? Was heute gelesen wird, wird morgen verwirklicht.
Siriamaria