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Montag, 17. Dezember 2007"Patchwork-Religion"Trackbacks
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Schöne Argumentation. Ich denke, dass die Kirche z.B. vieles von den vorgefundenen alten Kulten integriert hat, um die ehemaligen Heiden an sich zu binden. Wenn man das einmal näher untersucht, dann stellt sich schnell heraus, dass auch das Christentum ein historisch gewahcsener Patchworkmantel des Glaubens ist
Schön das der negativ belegte Patchwork-Religion hier ein tieferer und damit positiver Sinn beigemessen wird!
Ich sage: Patchwork KANN gar nicht negativ sein! Unsere ganze Welt, im Mikrokosmos wie im Makrokosmos besteht aus Vielfalt. Ist Vielfalt also verkehrt? Was wäre denn das Gegenteil von Vielfalt? Ich bin versucht bezogen auf Reliogionen zu sagen, Einfalt! Gott bedeutet doch gerade das unendlich Vielfältige EINE! Oh, natürlich, wenn sich jeder die Art von Wahrheit nimmt, die ihm richtig erscheint, wo bleibt dann das Gesetz, die Moral? Das sind die nicht ganz unberechtigten Einwände Jener, die sich ganz und gar einer einzigen Religion verpflichtet haben. Aber ist Religion = Gesetz? In der ursprünglichen Bedeutung dieses Wortes geht es um Rückverbindung...es geht um den persönlichen Bezug zum eigenen Ursprung...das ist so individuell, wie es privat ist. Keine etablierte Religion ist in der Lage dem individuellen Bezug des einzelnen Menschen zu seinem Ursprung des Seins angemessen Rechnung zu tragen. Das steht auch gar nicht in ihrem Sinn. Sie sehen sich als Einheitskraft vieler Menschen...als Richtschnur an deren ethischen Werten sich die MASSE Mensch auszurichten hat. Das ist ihre Aufgabe, ihr Auftrag wenn man so will - Aber die Entwicklung des menschlichen Bewußtseins geht weiter und deshalb kann meiner Ansicht nach , eine einzelne Religion nicht mehr ausreichend sein um die persönliche Rückverbindung(religio) mit Gott zu erreichen. Die Menschen, die sich ihre Patchworkreligion zusammen gesucht haben, sind damit weder weniger gläubig , noch "falsch"-gläubig. Was sie suchen und finden ist IHRE persönliche Wahrheit. Was es aber zu bedenken gibt: jede unserer Wahrheiten ist letztlich Stückwerk. So unzufrieden wir mit den Standard Religionen auch sind, weil sie eben nicht unsere gesamten Bedürfnisse an Sinnfindung decken können, so sehr müssen auch wir , die wir uns unsere persönliche Religion "geschaffen" haben, bedenken das auch diese nicht mehr ist, als eine Teilwahrheit. Religionen sind Teilwahrheiten, kein Mensch ist in der Lage die ganze und alles umfassende Wahrheit zu erfassen. Ich verstehe so gut ich "kann", ich glaube an was ich glauben "kann". Es gibt ganz gewiß einen "roten Faden" der sich durch alle Religionen der Welt zieht...aber selbst dieser rote Faden ist nur ein Teil... Freilich, eine solche Einstellung, ein solcher Glaube ist nicht zu ertragen für unsere Kirchen. So mußten auch wir erleben, das unser Sohn ,( dem wir den Glauben seiner verstorbenen Mutter erhalten wollten) ,von der katholischen Kirche von der Erstkommunion ausgeschlossen wurde, weil der Pfarrer und die Religionslehrerin unsere Hompage im Internet gefunden hatten und einem Kind das Eltern mit "spiritischtischem Glauben" hat, das Sakrament der Firmung verweigern muß!!! Habe ich einen spiritischen Glauben? Das war mir gar nicht klar! Ich bin ein Medium, seit ich denken kann habe ich Kontakt zu Verstorben und Schutzengeln...was heißt da glauben? Das ist meine Realität, daß die nicht in das Glaubenprinzip der katholischen Kirche paßt ist schade...aber , wer hat da eigentlich die Patchwork-Wahrheit? Einen festen Glauben haben ist eine wunderbare Sache, aber zum Wunder wird das erst, wenn ich begreife das es Stückwerk ist, denn nur dann bin ich für immer neue Erkenntnis offen und werde nicht von meinem Glauben unterdrückt , sondern darf in ihm wachsen. In diesem Sinn wünsche ich eine Frohe Weihnacht(ein Fest das im übrigen auch nichts als Patchwork ist, denn eigentlich feiern wir Jesu Geburt an diesem Tag nur deshalb weil unsere Vorfahren von ihrer Wintersonnenwendfeier nicht lassen wollten! Mit freundlichem Gruß: Uta Hierke-Sackmann |
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Danke!
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Weltuntergang 2012???
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